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Pro Reli verliert

So ein Glück: Die Volksinitiative Pro Reli hat den Volksentscheid hier in Berlin verloren, da sie nicht die nötigen Stimmen i.H.v. 25% aller Wahlberechtigten erreicht hat. Außerdem überwiegt nach meinem jetzigen Kenntnisstand auch die Anzahl der Nein-Stimmen, so dass der Entscheid auch in dieser Hinsicht gescheitert ist.

Das bedeutet, dass auch weiterhin ein Ethikunterricht ab der 7. Klasse für alle Schüler Pflicht ist, und jeglicher Religionsunterricht davon unabhängig und freiwillig.

Pro Reli hatte die Einführung eines Wahlpflichtfaches gefordert. Dies hätte bedeutet, dass sich die Schüler nur für eines, also entweder Ethik- oder Religionsunterricht hätten entscheiden müssen. Eine einheitliche Vermittlung von Werten hätte so nicht stattgefunden, vielmehr wäre es statt Integration zu einer Zersplitterung gekommen, in der jede Gruppe nur ihre Weltanschauung unterrichtet hätte.

Zwar mag es nun so sein, dass durch den Ethikunterricht allen eine staatliche Ansicht aufgezwungen wird, jedoch steht es ja jedem frei, zusätzlich den Religionsunterricht seiner Konfession zu besuchen. So wird nun zumindest im Ethikunterricht eine Basis für ein gemeinsames Zusammenleben, Integration und das Verständnis für die Wertvorstellungen anderer geschaffen. Hoffe ich.

Volksentscheid und Politikerargumentation

Prolog

Heute war ja bekanntlich die Abstimmung über die Beendigung des Flugbetriebs in Tempelhofs. Wie es aussieht war die Wahlbeteiligung sehr gering, so dass zwar die Mehrheit der abstimmenden Personen (ca. 60%) für den weiteren Flugbetrieb ist, dennoch aber die erforderliche Stimmzahl von ca. 610.000 stimmen nicht erreicht wurde.

Man könnte das nun so deuten: Wer unbedingt für die Offenhaltung war, ging zur Abstimmung, ein paar, die dagegen waren auch und wem egal war oder wer zumindest nicht für die unbedingte Offenhaltung war, ging nicht hin.
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