Gedankenstrich
Schon komisch, dass man manchmal verzweifelt nach Lösungen für Probleme sucht, die anscheinend gar nicht existieren.
Vor einer Weile hatte ich mal etwas über die korrekte Verwendung von Sonderzeichen gelesen, und seit dem versuche ich, möglichst an den entsprechenden Stellen in Texten den Gedankenstrich – also den Strich, der etwas länger als das normale Minus ist – zu verwenden und eben nicht dieses normale und viel zu kurze Minus, das eher als Trennungs-Strich in zusammengesetzten Wörter verwendet wird. Oder als Minus (-).
Die Frage war nun, wie ich den Gedankenstrich auf meine Homepage bekomme. In der Regel kann ich im Html-Quelltext einfach – verwenden, und der Strich ist so, wie er sein soll. Anders aber hier unter Serendipity im Weblog, da klappt das nicht. Nun war ich aber entweder zu blöd oder zu dämlich, eine Lösung im Netz zu finden, oder die Lösung ist jetzt doch die, die ich nun verwende: Alt+0150 (Ziffernblock) – und der Strich ist da. Na das ist doch was. Schon die zweite Zahl, die ich mir merken muss, neben 0169 für ©.

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5. März 2007 um 23:34 Uhr
Endlich – auch – mal jemand, der sich für gute Typographie interessiert.
12. März 2007 um 21:38 Uhr
Liest sich ja auch einfach besser!
12. März 2007 um 23:06 Uhr
Na, da muss man aber ein Blick für haben.
Möchte mal behaupten, dass des >>90% der Menschen überhaupt nicht auffällt. Vielleicht gibt es neben der Minderheit der “Sehenden” noch ein paar Leute, die es unterbewusst aufnehmen.
Denkst Du auch an den richtigen Gebraucht des folgenden und führenden NBSP?
13. März 2007 um 16:42 Uhr
Ich denke auch, dass es niemanden auffällt, aber im Vergleich würden sicherlich schon einige sehen, was besser aussieht. Hoffe ich zumindest.
Wegen der nbsp: ähm, nö.
Ich weiß zwar, dass es sie gibt, aber wann man sie verwendet ist mir bislang nur im groben klar.
13. März 2007 um 20:26 Uhr
NBSP oder das geschütze Leerzeichen ist typographisch fast wichtiger als der Halbgeviertstrich (typ. korr. für Gedankenstrich).
Damit verhindert man, dass der Zeilenumbruch zwischen zwei Zeichen rutscht, die nicht getrennt werden sollte (z.B. Wert und Einheit, Bestandteile einer Paragraphenangabe).
Insbesondere beim kunstvollen Umgang mit dem Gedankenstrich sollte man das NBSP einsetzen. Man sollte nämlich verhindern, dass die Gedankenstriche vom abgesetzten Satzteil abgetrennt werden. Daher setzt man nach dem ersten und vor dem zweiten, abschließenden Gedankenstrich ein NBSP. Sieht dann so aus:
Text [ndash][nbsp]Text Text Text[nbsp][ndash] Text
Leider ignoriert mein WordPress sowohl das ndash als auch das nbsp.
13. März 2007 um 21:01 Uhr
Achja, das hatte ich auch mal gelesen.
ndash und mdash mag serendipity auch nicht, aber mit Alt+0150 und Alt+0151 funktionierts, weiß nur nicht, ob wirklich in allen Browsern/Sprachen. Aber mit UTF-8 sollte das gehen.
Aber funktioniert auch nicht. Müsste sich aber irgendwie per Plugin machen lassen.
Aber eigentlich blöd, dass man das alles so eingeben muss. Da fehlt was wie LaTeX, um die ganze Schriftsetzung automatisch so zu machen, wie es am ästhetischsten ist.
14. März 2007 um 08:10 Uhr
Da schließt sich dann der Kreis. Weil >>90% der User sich nicht für eine korrekte Typographie interessieren, haben die meisten Syteme keine passenden Werkzeuge.
Dass es anders geht, sieht man beim MediaWiki. Da man bei Wikipedia Wert auf ein sauberes Layout legt, bietet das Wiki auch die entsprechenden Tools, um entsprechende Zeichen per Klick in den Text zu übernehmen (auch wenn das System bei Weitem noch nicht optimal ist…).
Wenn sich genügend Nutzer dafür interessieren würde und damit die notwendige Nachfrage da wäre, würde man überall diese Hilfen finden.
Aber solange noch zu viele Benutzer die Silbentrennung mit Bindestrich und hartem Zeilenende oder Einzüge mit hartem Zeilenende auf vorherigen Zeile und Leerzeichen “zu Fuß” erledigen, sehe ich da schwarz… :-/