The Girl in the Café

Gestern lief auf arte “G8 auf Wolke sieben” – Originaltitel: “The Girl in the Café” – mit Kelly Macdonald und Bill Nighy. Erstere ist u.a. bekannt aus “Gosford Park”, letzterer aus “Tatsächlich Liebe” und “Per Anhalter durch die Galaxis”.

In “The Girl in the Café” geht es um die sanfte Romanze zwischen dem äußerst schüchternen und nicht mehr ganz so jungen Lawrence und der jungen Gina. Er ist Referent beim britischen Finanzminister und trifft sie in seiner Mittagspause in einem Café.
Nachdem die beiden sich langsam etwas näher kommen, lädt er sie ein, ihn auf seine Reise zum G8-Gipfel in Reykjavík zu begleiten.
Einer der Hauptthemen dort ist das Milleniumsziel der Halbierung der weltweiten Armut, für das sich Gina zunehmenst interessiert. Schließlich wird es für Lawrence zunehmend peinlicher und schwieriger, als sie beginnt, den Minister – der ja sein Vorgesetzer ist – in aller Öffentlichkeit unangenehme Fragen zu stellen.

Der Film beginnt mit dem Aufeinandertreffen der beiden sehr schüchternen Charaktere, wobei hier vor allem Bill Nighy sehr gut den unerfahrenen, verkrampften und ungewollt komischen Lawrence mimt. Beide Schauspieler wirken sehr überzeugend, und dass nicht nur in den romantisch-komischen Anfangssituationen, sondern auch im weiteren Verlauf des Filmes, in dem die Probleme der weltweiten Armut und der Gipfel, auf dem wohl wieder mehr geredet als erreicht wird, zunehmend in den Vordergrund treten.

“The Girl in the Café” ist ein amüsanter Film mit sympatischen Darstellern, einer Liebesgeschichte zwischen zwei ungleichen Menschen, der aber vor allem auf die Probleme der Armut und die Untätigkeit der acht führenden Industrienationen aufmerksam macht.

“The Girl in the Café” wurde international mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt u.a. den Golden Globe in der Kategorie bester Schauspieler, wurde auf der diesjährigen Berlinale-Gala “Cinema for Peace” mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet und ist in sieben Kategorien für den Emmy Award nominiert, dessen Verleihung am 27. August in Los Angeles stattfindet.

Schade, dass es noch keine deutsche DVD gibt.

Bewertung: unbedingt sehenswert, 9+ von 10 Punkten

Schlagworte:

Kommentieren