Westerwelle spricht Deutsch, nicht Englisch
Einen kleinen Vorgeschmack darauf, was man von Guido Westerwelle als wahrscheinlichen Außenminister erwarten könnte gab er bei einer Pressekonferenz, indem er sich weigerte, einem BBC-Reporter auf Englisch zu antworten. Man sei schließlich in Deutschland. Abgesehen von der merkwürdigen Aussage, dass in Deutschland üblicherweise Deutsch gesprochen werde ist die ganze Art doch sehr peinlich.
Wie man im nachfolgenden Video sieht, spricht Westerwelle zwar Englisch, aber ob das eines Außenministers würdig wäre ist doch fraglich. Aber bei der Postenvergabe geht es ja zum Glück nicht um Kompetenz und andere Qualifikationen.

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3. November 2009 um 20:47 Uhr
So ein Verhalten sollte eigentlich selbstverständlich sein. Und zu behaupten seine Aussage es sei merkwürdig in Deutschland deutsch zu reden ist lächerlich. Dann sag doch gleich jedes Land muss englisch reden. Geh nach Türkei und sag du findest es lächerlich, dass die Türken türkisch reden und gefälligst englisch reden sollen. Mach das mal und du bist gleich nen Kopf kürzer. Nur in Deutschland muss man sich rechtfertigen, in seiner Muttersprache zu rechtfertigen. Wo soll deiner Meinung nach noch Deutschsprechen erlaubt sein?
Waren meine Vorfahren alle Nazis weil sie in Deutschland DEUTSCH geredet haben?
Außerdem ists in ENgland genauso, nur da wär man sofort rausgeflogen, hier in Deutschland muss man sich wieder mal rechtfertigen und bekommt noch auf die Fresse!
Westerwelle ist mir damit viel sympathischer geworden.
3. November 2009 um 20:57 Uhr
übrigens:
Meine Großeltern und Mutter sprechen gar kein Englisch, sollen die aus der politischen Berichterstattung ausgeschlossen werden?
Wie war es vor 50 Jahren als Englisch kaum verbreitet war? Ist man dann als arroganter Engländer überall hin und hat versucht auf Englisch durchzukommen? Ich glaube damals gab es sowas wie Dollmetscher, falls du dich erinnerst. Und ob man Englisch kann oder nicht. Aus Prinzip und um die Generationen ab 40+ nicht auszuschließen sollte man soviel Stolz besitzen zur Muttersprache zu stehen. Hat schließlich auch was mit Anstand zu tun. Wenn man in einem anderen Land ist natürlich umgekehrt sollte man wenn man die SPrache nicht beherscht den Dollmetscher auch benutzen den man mitgebracht hat, wie bei diesem Engländer der Fall war!
3. November 2009 um 21:36 Uhr
@andi
Es ging mir darum, dass es jemanden mit Ambitionen zum Außenminister würdig gewesen wäre, auf Englisch zu antworten oder zumindest auf Englisch zu erklären, dass er gern Deutsch sprechen würde. Stattdessen behauptete er in recht überheblicher Weise, dass man in Deutschland deutsch spreche. Selbst auf Deutsch hätte man es anders sagen können. Zumal es sicherlich genug Pressekonferenzen gibt, bei denen es nicht unüblich ist, auch mal Englisch zu sprechen.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Deutsch verboten werden sollte. Wäree ja albern.
Der Vergleich mit den Vorfahren hinkt. Es geht nicht darum, welche Sprache man unter Landsleuten spricht, sondern wenn das Auftreten internationaler wird.
An Dolmetscher vor 50 Jahren erinner ich mich nicht, da ich doch noch nicht ganz so alt bin. Wie die Sprachkenntnisse von Außenministern damals waren, weiß ich nicht, aber Englisch war vielleicht auch nicht soweit verbreitet. Wäre trotzdem sinnvoll, wenn man in dem Job das beherrscht.
Jemand der nicht Englisch spricht wird übrigens ja nicht benachteiligt, wenn einem britischen Reporter auf Englisch geantwortet wird. Dieser und seine Zuhörerschaft versteht Englisch, und die anderen Reporter sollten das ja wohl auch.
Auf jeden Fall: Der Ton macht die Musik. Und der war hier recht schief.
3. Januar 2011 um 02:11 Uhr
Westerwelle hat keine eigenen deutschen Kinder erzeugt und das Elterngeld für arme alleinerziehende deutsche Mütter abgeschafft… super