Bilder geotaggen: GeoSetter

Angesichts von preiswerten Speicherplatz, preiswerten Digitalkameras und Fotohandys wächst bei vielen die Anzahl der Fotos auf der Festplatte und es wird immer schwieriger, da noch einen Überblick zu behalten. Ansätze gibt es mehrere, so können Bilder in Ordnern nach Themen sortiert werden (Opas 70. Geburtstags, Omas 72. Geburtstag o.ä.) nach Datum (2009\2009-01-01-Neujahrsbrunch – das bevorzuge ich) und es können Schlagworte hinzugefügt werden.

Zusätzlichen Übersicht und Hilfestellung bei der Suche bietet die Info über den Aufnahmeort der Fotos. Problem: Der steht nicht unbedingt in den Bildern. Zwar speichern einige Handys die jeweilige Position in den Dateien, aber andere Kameras meist nur per zusätzlicher Hardware oder die Daten eines GPS-Loggers werden später mit den Bilddateien zusammengeführt.

Wenn diese Möglichkeiten aber nicht zu Verfügung stehen, müssen die Geo-Daten auf andere Weise eingefügt werden. Eine sehr gute kostenlose Möglichkeit bietet hier GeoSetter. Bilder kompletter Verzeichnisse werden hier einfach in das Programm geladen, auf einer eingeblendeten Google-Maps-Karte kann nach dem Standort des Fotografen gesucht werden und dieser kann dann genau positioniert und für ein oder mehrere Bilder übernommen werden. Außerdem können Ort und Land zu den angegebenen Kordinaten gesucht und hinzugefügt werden.

GeoSetter

Was ich vermisse ist die Angabe der Blickrichtung, denn nicht immer ist gleich klar, dass zwar die Skyline am anderen Fluchtufer fotografiert wurde, aber die Aufnahme eben gegenüber in der Ödnis entstand. So kann es passieren, dass man auf der Karte dann doch erst sucht, was denn von dieser Position in eventuell weiterer Entfernung mit dem Tele fotografiert wurde.

Sicherlich ist dieses manuelle Geo-Tagging bei vielen Bildern trotz des simplem Aufbaus von GeoSetter nicht der Königsweg. Wenn man aber nach dem Urlaub noch weiß, wo man genau fotografiert hat und sich die Mühe macht, die Ortsdaten zu den Fotos hinzuzufügen, kann man dafür beim Diaabend Jpeg-Abend fünf Jahre später immer noch genau sagen, wo das Bild entstand.

GeoSetter – Bearbeiten

Hervorzuheben ist ansonsten noch die Unterstützung verschiedenster RAW-Formate einschlielich DNG, die Unterstützung von XMP-Dateien und die Möglichkeit, verschiedenste Meta-Angaben – nicht nur Geo-Daten – zwischen den Dateien zu kopieren und vielen Dateien gleichzeitig zuzuweisen (dank ExifTool im Hintergrund). Außerdem können alle Positionen samt Bild als KMZ-Datei zur Anzeige in Google Earth exportiert werden.

Amsterdam in Google Earth. Richtig, ich habe Amsterdam komplett abgelichtet.

Amsterdam in Google Earth. Richtig, ich habe Amsterdam komplett abgelichtet.

Viele Bilder, die Anzeige kann aber über Google's Zeitleiste reduziert werden.

Viele Bilder, die Anzeige kann aber über Google's Zeitleiste reduziert werden.

Bildansicht in Google Earth

Bildansicht in Google Earth

Fazit: GeoSetter ist ein Tool, dass einem mit ein wenig Aufwand eine ganz andere Ansicht auf die eigenen Fots ermöglicht.

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