Wenn Polizisten ihren schlechten Ruf stärken

Eigentlich ist es nur ein kurzer Moment gestern gewesen, und das Wort “Vorfall” wäre wahrscheinlich viel zu stark. In der Halbzeitpause des Spieles Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach  versucht ein Krankenwagen des ASB sich auf dem Gelände des Olympiastadions sich den Weg durch die Menge zu bahnen. Einer der Fans bemrkt den Wagen nicht oder ignoriert ihn und hüpft stattdessen genau in dessen Weg rum. Ein neben ihm stehender Polizist sieht dass und rempelt den Fan mit einem kurzen und recht heftig aussehenden Bodycheck aus dem Weg. Eine Kollegin, die den Vorfall ebenfalls bemerkte und ich schaun uns etwas verwundert an. Ende der Geschichte.

Leider, muss man eigentlich sagen, denn der Vorfall ist eigentlich so nicht hinnehmbar. Sicherlich war es berechtigt, dem Krankenwagen hier den Weg freizumachen und der betroffene Fan hätte hier selbst schon viel schneller reagieren können. Aber ob der Einsatz des Polizisten noch verhältnismäßig war ist doch mehr als fraglich. Ein nachdrücklicher Hinweis und nötigenfall ein Beiseitenehmen/-schieben wären sicherlich auch möglich gewesen. Vor allem wäre das gleichfalls ein gegeignetes und vor allem aber milderes Mittel als das heftige zur-Seite-Rempeln gewesen.

Das mag nun kein Einzelfall gewesen sein und eigentlich ist ja nicht viel passiert. Aber es zeigt sich, wie einzelne und nicht unbedingt repräsentative Polizisten für ein schlechtes Image und mangelnde Akzeptanz sorgen können, insbesondere wenn solche Vorfälle dann letztlich im allgemeinen Gewusel untergehen und nicht weiter verfolgt werden. Schade eigentlich.

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1 Kommentar zu „Wenn Polizisten ihren schlechten Ruf stärken“

  1. Ludwigshafen - Verletzte bei Verfolgunsjagd der Polizei in der Bronx « DirkGrund - über Suboptimales sagt:

    [...] würde, da mir dieses verboten wurde.Die rasante Verfolgungsjagd seitens der Polizei wurde ohne Rücksicht auf Gefährdung von Menschenleben gemacht. Eine Frau, die gerade den Seitenweg entlanglief, wurde [...]

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