Griechenland – My Number One
Juchhu – Wir sind erster. Wenn auch von hinten. Wieder einmal hat ein deutscher Eurovision Song Contest Beitrag einen bleibenden Eindruck hinterlassen, zumindest im eigenen Land. Verunstaltung der Charts durch eigene Plattenkäufe hin oder her, Gracia war für Europa einfach nicht gut genug. Verständlicherweise. Daher blieb es uns diesmal erspart, mitzufiebern, welchen Platz im Mittelfeld wir denn belegen würden – viel einfacher war es, Deutschland als “nicht dabei” zu betachten.
Vielleicht hätte man doch ein paar flottere Tanzeinlagen mitbringen sollen und einfach etwas machen, dass sich vom Rest abhebt. Und wenn es nur das Dekolletée ist (wie auch immer man das schreibt). Die Gewinner aus Griechenland hatten immerhin beides: ein paar landestypische Tanzschritte dabei und ein ganz ansehnliches Dekolltée und konnten sich so deutlich vor der Zweitplatzierten aus Malta behaupten. Diese wiederum war meine Favoritin. Stimme und Resonanzkörper in perfekter Kombination – hat mir einfach musikalisch am besten gefallen und hätte viel lieber gewinnen sollen.
Griechenland aber war immerhin mein zweiter Favorit, zumindest fand ich die etwas besser als den Rest.
Ansonsten gab es mal wieder den realtiv üblichen Einheitsbrei, auch wenn es teilweise etwas rockiger war. Und das mit Oma an der Trommel.
Etwas vermisst hab ich Axel Bulthaupt oder zumindest Thomas Anders mit ihrer Punktevergabe von der üblichen Party in Hamburg. Aber Thomas Hermanns war da dort schon ein ganz guter Ersatz. Keinerlei Befürchtungen, dass er am Ende der Party noch was eigenes vorsingen würde.
Aber nochmal zu Gracia: recht so. Vielleicht gibt es dann im nächsten Jahr mal wirklich richtig tolle gute Musik damit wir tatsächlich mal ne Chance haben. Oder zumindest wieder Mittelfeld. Aber vielleicht kommt ja auch Dieter Bohlen. Welcome to Greece. Bienvenue à Grèce. And 12 points for the fun of fit!
p.s.: Wo genau in Europa liegt eigentlich Israel?

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